Aktueller Holzmarkt
04.10.2026
Die Holzpreise sind nur leicht zurückgegangen und befinden sich immer noch auf sehr hohem Niveau.
Gerade sind die neuen Verträge für die Holzpreise der kommenden Monate abgeschlossen worden.
Obwohl heuer der Borkenkäfer keine bedeutsamen Schäden angerichtet hat, sind die Preise ganz leicht zurückgegangen.
Das hat unterschiedliche Gründe. Die anhaltenden Kriege führten dazu, dass vor allem im Nahen Osten der Schnittholzabsatz zum Erliegen kam. Insbesondere österreichische Säger mussten sich daher auf andere Märkte umorientieren und steigerten dadurch das Angebot deutlich. Hinzu kommt er sehr hohe Preis für Dieselkraftstoff, der die Transportmöglichkeiten erheblich unter Kostendruck setzt.Nach wie vor sorgen die USA als einer der wichtigsten Abnehmer für große Unsicherheiten. Zölle und niedrige Schnittholzpreise schränken diesen Absatzweg für Schnittholz ebenfalls erheblich ein. Ganz anders als letztes Jahr zu dieser Zeit sind sowohl die Rundholzlager, als auch die Schnittholzvorräte an den Standorten der Sägeindustrie sehr gut gefüllt, so dass sich hier keine Versorgungsschwierigkeiten abzeichnen.
Nachdem die Schere zwischen Schnittholz- und Rundholzpreisen aktuell deutlich auseinanderklafft, sehen wir den jetzigen Preis von 122 €/FM netto (ohne Skontoabzug, das sind fast 129 €/FM brutto) für das Leitsortiment Fichte immer noch als sehr günstig an, um Holz einzuschlagen. Der Tannenabschlag beträgt 10 Euro, beim Starkholz 20 Euro.
Unsere Empfehlung ist es, den Waldumbau weiter massiv voranzutreiben, die nach diesem Hitze- und Trockenjahr erheblich geschwächten Fichten in der Endnutzung oder in waldbaulich sinnvollen Durchforstungen zu holen. Nebenprodukte wie Nadelindustrieholz oder Hackschnitzel sind gerade auch gut bezahlt. Wir befinden uns bereits im Frischholzeinschlag. Melden Sie bitte Ihr Vorhaben an, damit wir die Planungen und Ausführungen möglichst noch heuer durchführen können. Alles Holz was in 2026 noch bereitgestellt wird, mindert den Überhang an Rundholzangebot von März bis Mai.
Heuer hat man wieder ganz deutlich gesehen, dass die Transportlogistik der Industrie diesen alljährlichen Peak im Frühjahr nicht zufriedenstellend bewältigen kann. Zum Glück war der Borkenkäfer heuer zu schwach, um sich in den lange liegenden Poltern zu vermehren und dann größere Schadflächen zu verursachen. Der Unmut über die extreme Liegedauer des Holzes war völlig verständlich, unser „Kampf“ mit den Abnehmern wurde aber über durchwegs faire Werkssortierungen weitgehend belohnt. So sollte jeder Kunde der WBV zuletzt die sehr gute Wertschöpfung aus dem Wald genossen haben.
Wachsende Befürchtungen haben wir indessen für unsere wichtige Baumart Tanne. Überall im Vereinsgebiet sieht man abgestorbene, rote Tannen, die der Trockenheit zum Opfer gefallen sind. Wir rechnen besonders für das kommende Jahr mit massiveren Ausfällen.
Beim Laubholz haben wir bis auf Industrieholz noch keine aussagekräftigen Abschlüsse. Hier bitten wir immer um Rücksprache mit unseren forstlichen Angestellten.
Das Thema Buche bewegt uns zusehends, weil wir feststellen, dass sich unsere nadelholzdominierten Bestände oft als reine Buchenbestände verjüngen. Nadelholz erzielt hohe Preise und ist anfälliger gegen Schädlinge und Stürme, so dass oft nach Nutzungen überwiegend Buchen im Altbestand verbleiben. Denken Sie daran, dass gerade die in unserem Gebiet sehr häufigen starken Buchen geringer Qualität entnommen werden sollten, um zukünftige Reinbestände zu verhindern. Das Ziel sollten insgesamt gemischte Wälder mit einem vernünftigen Nadelholzanteil sein.
Die WBV Deggendorf steht für...
- Höchstpreise!
Durch unsere starke Marktstellung mit dem Zusammenschluss in der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayern und der Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen regionalen und überregionalen Kunden können wir optimale Ergebnisse für ihr Holz erzielen - Keine Mittelsmänner!
Holzernte und Holzabfuhr müssen aus unserer Sicht vom Holzhandel getrennt sein- wir halten uns strikt daran! - Seriöser Verkauf!
Die Werksmaße der Firmen liegen den Abrechnungen bei. - Ihr Holzgeld ist sicher!
Wir besitzen Bankbürgschaften bei den meisten Großsägewerken. - Die Sortierung stimmt!
Die Forstvereinigung Niederbayern hat Sortierüberwacher eingestellt, die stichprobenartig und unangemeldet die Klassifizierung der Hölzer überwachen.
Gerade in Zeiten von völlig überlasteten Sägewerken ist es besonders wichtig, vor dem Holzeinschlag Kontakt mit der Geschäftsstelle aufzunehmen.
Dieses Vorgehen garantiert Ihnen, daß Ihr Holz noch möglichst sinnvoll vermarktet wird!

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